Die Hundeversteher

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Dicker Hund – was tun?

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Es gibt einen Trend der besorgniserregend ist: Hunde werden immer dicker. Der Bundesverband für Tiergesundheit e.V (BfT) schlägt Alarm und spricht gar von “epedemischen Ausmaßen” im Bezug auf Übergewichtig bei Haustieren. Auch wir beobachten diese Entwicklung mit großer Sorge. Die Frage hierzu lautet: Was kann ein Hundebesitzer tun?

Quelle:http://www.flickr.com/photos/jacek_nl/

Allgemein spricht man gern von verzerrter Wahrnehmung oder schlichtem Verdrängen der Realität. Viele Tierbesitzer haben gar kein Gefühl mehr für das Normalgewicht des Hundes. Manche wiederum wissen, dass das Tier zu viel Gewicht hat und können sich aber nicht dazu durchringen, weniger oder anderes Futter zu geben.

Die Folgen von Übergewicht sind kein Kinkerlitzchen

Oft erleben wir es, dass die Besitzer um die Probleme, die das Übergewicht mit sich bringt, genau Bescheid wissen. Trotz dieses Wissens, handeln sie nicht entsprechend. Die Folgen von Übergewicht sind z.B. Gelenkprobleme, Organschäden, Bewegungseingeschränktheit, Atemnot, Herzleiden, Diabetes…usw. Dieselben Probleme, die Menschen mit zu viel Gewicht auch bekommen. Warum tut man das seinem Hund, seiner Katz, Pferd, usw. an?

Wir glauben, dass ein Faktor falsch verstandene Zuneigung ist. Wenn ich dem Hund ständig leckere Sachen gebe, liebt er mich noch mehr. Ein anderer Faktor scheint die Annahme zu sein, dass das Tier von dem “bisschen” Futter doch nicht satt sein kann. Oft ist es aber viel einfacher: Man hat den Überblick über die totale Futtermenge, verteilt über den Tag, verloren und der Hund bekommt schlicht zu viel.

Wie erkenne ich Übergewicht und was kann ich dagegen tun?

Woran erkennt man denn nun, dass der Hund zu dick ist? Die einfachste Regel lautet: Wenn man mit der Hand mit wenig Druck über die Rippen fährt und diese nicht mehr spüren kann, hat der Hund zu viel Gewicht. Außerdem sollte man eine klar abgrenzbare Taille erkennen, wenn man von oben auf den Hund schaut. Ein weiteres Indiz für Übergewicht: Wenn der Hund sitzt und sich Falten an den Hinterläufen auf Höhe der Hüfte bilden.

Grundsätzlich sollte im ersten Schritt eine tierärztliche Untersuchung stattfinden, denn Übergewicht kann auch von mancher Krankheit verursacht sein. Ist der Hund gesund kann man mit einer “Diät” beginnen. Wenn der Hund ein Futter mit viel Energie bekommt aber nicht genug körperliche Auslastung, gibt es zwei Wege:

  • Entweder bekommt der Hund mehr Bewegung und die Futtermenge bleibt oder
  • der Hund bekommt weniger Futter.
  • Man kann auch über eine Futterumstellung nachdenken.

Grundsätzlich sollte ein Hund genug Bewegung bekommen. Neben körperlicher Auslastung sollte man die geistige nicht vergessen – auch das verbrennt Kalorien. Wenn man als Mensch das Bedürfnis hat, dem Hund öfter mal was zu geben hilft oft dieser Trick: Nehmen Sie doch das Futter, dass er morgens und abends bekommt und geben Sie ihm dieses Futter über den Tag verteilt. Abends kann er dann noch einen Kauknochen bekommen, dann kann er kauen und Herrchen und Frauchen sind glücklich.

Wenn Sie noch Fragen dazu haben, können Sie diese gern in der Kommentarfunktion stellen. Wir werden sie sicher beantworten.

Mehr über uns auf www.diehundeversteher.de

Eure Bea und Euer Massimo

3 Kommentare

  1. Du hast völlig Recht, viele erkaufen sich mit Tonnen von Leckerlis die Liebe ihrer Hunde, die dann dummerweise meist nur kürzer Leben. Irgendwie sind viele da sehr Egoistisch, man kann sich ja einfach einen neuen holen. Ich umsorge meinen Rotweiler wie ein Kind und mache mit ihm Sport etc. Würde ich ja auch bei einem Sohn machen.

  2. Hab die Seite vorhin beim Googleln gefunden, und bin echt erstaunt was es nicht alles gibt !

  3. Das Problem kenne ich von vielen Hunden die zu uns in die Hundepension kommen. “Der Hund mag nur Wurstbrötchen und kein Hundefutter, ….”. Dazu drei Würste für 2 Tage. Nach Absprache setzen wir die Wurst ab und siehe da, der Hund mag plötzlich sein Hundefutter.
    Bei unseren Lehrgängen zum Hundefriseur beschäftigt sich ein Teil mit der Ernährungsberatung für Hunde. Ein wichtiger Punkt der Ausbildung der für Hundesalonbesitzer als zusätzliche Qualifikation gerne genutzt wird.
    Hundeernährung sollte ein Thema für jeden Hundebesitzer sein.

    Gruss Marleen Schaumberger

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