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Die Grundlagen der Welpenerziehung

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Ab dem ersten Tag mit eurem Welpen legt ihr den Grundstein für ein harmonisches Miteinander. Natürlich gehören Spielen und Knuddeln dazu, man kann ja bei den kleinen, tapsigen Wesen auch kaum anders. Welpenerziehung und Sozialisation spielen aber von Anfang eine wichtige Rolle. Der kleine Hund muss lernen, wie das Zusammenleben mit Menschen und mit Hunden funktioniert.

Welpengruppen sorgfältig auswählen

Ja, wir sind ausdrückliche Befürworter von Welpengruppen. Ein Welpe sollte so früh wie möglich Bekanntschaft mit Artgenossen machen. Alles andere wäre wider der Natur eines Rudeltieres. Allerdings entscheidet die Organisation und Struktur der Welpengruppe darüber, ob euer Hund die richtigen Umgangsformen lernt oder vielmehr unzureichend oder schlecht sozialisiert wird. Einige Tipps für die Auswahl der Welpengruppe:

  • In einer Welpengruppe sollten nicht mehr als acht bis zehn Welpen zusammenkommen, andernfalls ist die Dynamik der Gruppe nur noch schwer steuerbar.
  • Der betreuende Hundetrainer sollte regulierend eingreifen, wenn es nötig ist. Nicht alles regelt sich durch die natürliche Rangordnung.
  • Die Welpen sollten in einem ähnlichen Alter und von ähnlicher Konstitution sein.
  • Im Idealfall ist ein erfahrener, alter Hund Teil der Welpengruppe. Neben dem Hundetrainer reguliert er das Verhalten der Jüngeren.

Die richtigen Umgangsformen lernen

Entscheidend für die Welpenerziehung und das spätere Sozialleben ist, dass ein Hund von Anfang an seine Artgenossen verstehen kann und ein selbstbewusstes aber nicht aggressives Verhalten erlernt. Wenn die Gruppe nicht reguliert wird oder wenn einige zu starke Individuen dabei sind, besteht die Gefahr, dass Welpen falsch sozialisiert werden. Das bedeutet, ein Welpe mit einem eher unsicheren, zurückhaltenden Charakter wird zum Gemobbten – ein starker, offensiver Charakter zum Mobber.

Mangelnd oder schlecht sozialisierte Hunde werden es schwerer haben, eine entspannte Grundhaltung zu entwickeln. Wenn Ihr einen unsicheren oder gar ängstlichen Welpen habt, achtet auf die Dynamik der Welpengruppe. Eine entspannte Gruppe kann ein unsicheres Individuum vertragen.

Das Zusammenleben mit Menschen erlernen

Damit euer Hund eine entspannte Haltung auch im Umgang mit Menschen entwickelt, seid ihr als sein menschlicher Partner gefragt. Von wem sonst sollte er lernen, wie er sich Zweibeinern gegenüber verhalten soll? Ihr leitet ihn an, welche Verhaltensformen erwünscht sind und welche nicht. Konsequente Kommunikation ist in der Welpenerziehung absolut notwendig. Nur so wird der kleine Hund euch von Beginn an mit vertrauensvollem Respekt begegnen.

Kommandos wie “Sitz” und “Platz” oder Abbruchbefehle stehen ab dem ersten Tag auf dem Lehrplan. Aber denkt daran, einem älteren Hund kann man in Sachen Stillsitzen  mehr abverlangen, als einem Welpen. Einen jungen Hund sollte man nicht zur Ruhe zwingen, sondern auf ihn einwirken, dass er nicht zu sehr überdreht.
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