Die Hundeversteher

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Fütterung für Hunde: Wo stecken Nährstoffe drin?

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Grundsätzlich gilt: Eine komplette Beute liefert alles, was der Fleischfresser Hund zum Leben braucht. Nun solltet ihr euch natürlich davor hüten, euren Hund selbst auf die Jagd nach dieser Beute zu schicken. Die kommt heute aus Dosen, Futtersäcken oder vom Fleischlieferanten. Doch was davon ist hochwertig und enthält Nährstoffe, Mineralien und Vitamine?

Biologisch artgerechte Rohfleisch Fütterung

Das Füttern von rohem Frischfleisch bezeichnet man als „Barfen“ – Eine biologisch artgerechte Rohfleisch-Fütterung. Auf diese Methode setzen auch die Hundeversteher bei ihren beiden Doggies Diego und Wolf. Die Begründung liegt auf der Hand: Man sieht, was man verfüttert. Das mag für empfindliche Seelen und Nasen mitunter etwas gewöhnungsbedürftig sein, denn von Gurgel über Pansen und Blättermagen bis hin zu Herz und Knochen kommt alles in den Napf. Das ist wichtig, denn nur wenn der Hund alle Teile eines „Beutetieres“ frisst, bekommt er alle notwendigen Nährstoffe. Dazu kommen noch Apfel, Karotte, Banane, Rote Beete und andere Gemüse und Pflanzen sowie hochwertiges Lachs- oder Leinöl. Getreide braucht ihr nicht zufügen, es gehört nicht zum natürlichen Speiseplan von Hunden. Anbieter von Rohfleisch speziell für die Hundefütterung findet ihr im Internet oder ihr habt das Glück, dass ein noch selbst schlachtender Metzger euch beliefern kann.

Konkrete Angaben auf Hundefutter-Verpackungen

Wie sieht es mit den Inhaltsstoffen im Dosenfutter und Trockenfutter aus? Was steckt darin? Eigentlich steht das auf der Verpackung: Auf der einen genauer, auf der anderen ungenauer. Achtet auf konkrete Angaben. „Tierische Nebenerzeugnisse“ ist ein sehr weit gefasster Begriff. „Hähnchen Trockenfleisch“ ist vielleicht nicht appetitlicher aber konkreter. Ähnlich sieht es mit „Pflanzlichen Nebenerzeugnissen“ oder „Ölen und Fetten“ aus: Was dahinter steckt, wisst ihr nicht und damit wird es schwer zu entscheiden, ob ein Futtermittel vollwertig ist. Auf der Packung sollte also stehen Karotte, Apfel, Mais oder ein anders Obst und Gemüse, ergänzt um den entsprechenden Prozentsatz. Bei den Fetten entsprechend Lachsöl, Leinöl, Rapsöl etc.

Das Problem mit dem langen Kochen

Auf den Verpackungen von fertigem Hundefutter finden sich oftmals zahlreiche Zusatzvitamine und Mineralstoffe. Diese werden dem Futter künstlich zugesetzt, da es ansonsten nicht mehr genug Nährstoffe aus den ursprünglichen Bestandteilen – Fleisch, Getreide, Gemüse – enthielte. Das Futter muss haltbar gemacht werden, bevor es in die Dose oder in die Tüte kommt. Dazu wird es lange gekocht – so lange, bis die meisten Nährstoffe und der Geschmack weitgehend verschwunden sind. Über Geschmacksverstärker und Nährstoff-Supplemente werden die Futtermittel künstlich aufgewertet.

Wenn ihr euch unsicher seid, ob euer Hund mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist, lasst ein Blutbild beim Tierarzt machen. Mängel werden dann offensichtlich und ihr könnt sie über die Fütterung beheben.

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