Die Hundeversteher

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Emotionen – eine Schwierigkeit im Hundetraining?

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Wer in der Lage ist, emotional aufgeladene Situationen aufzulösen, gewinnt in der Beziehung zum Hund an Souveränität. Denn manchmal stehen Hundebesitzern ihre Emotionen geradezu im Wege.

Das passiert genau dann, wenn sie sich von situationsabhängigen Emotionen mitreißen lassen. Es besteht die Gefahr, den Überblick über die Situation und die Handlungsfähigkeit zu verlieren. Dem Hund signalisiert man, dass man die Lage nicht mehr ausreichend im Griff hat – die Souveränität bröckelt.

Emotionale Situationen visualisieren

Oft sind es neue, ungewohnte Gegebenheiten und die zugehörigen Reaktionen, die solch beschränkende Emotionen auslösen. Durch die Fähigkeit des vorausschauenden Denkens haben wir Menschen die Möglichkeit, Aktionen und Reaktionen bereits im Vorfeld abzuschätzen.

Nehmt euch ein paar Minuten und stellt euch die Situation, die euch erwartet so genau wie möglich vor. Fühlt in euch hinein und umreißt einzelne Komponenten:

  • Wie ist eure Stimmungslage in Bezug auf die Situation?
  • Wie ist eure Grundstimmung?
  • Fühlt ihr euch schwach, nervös oder sehr energetisch?
  • Welche Reaktionen könnte euer Hund zeigen?
  • Was ist die Wahrscheinlichste?
  • Wie ist die Stimmung eures Hundes?
  • Wer ist sonst an der Situation beteiligt?
  • Wie könnten deren Reaktionen aussehen?

 

Die innere Haltung bewahren

Bevor ihr zu großen oder kleinen Unternehmungen aufbrecht, geht in euch und überprüft eure innere Haltung. Ihr solltet Gelassenheit, Ruhe aber auch wache Aufmerksamkeit ausstrahlen – dazu müsst ihr dementsprechend fühlen.

Atmet ein paar Mal tief durch, wenn es euch hilft, zur Ruhe zu kommen. Wenn ihr euch matt fühlt, springt auf und nieder. Das bringt den Kreislauf in Schwung und macht euren Geist aufmerksam. Wenn ihr mit eurem Hund zusammen seid, ist eure innere Haltung stets von Bedeutung. Ganz besonders ist sie es in Situationen, die Emotionen wie Freude, Angst, Aufregung, usw. auslösen.

Unverhoffte Situationen meistern

Allen Vorbereitungen zum Trotze gibt es sie eben doch: Die Situation, mit der ihr nicht gerechnet habt, die den Puls nach oben treibt und das Gemüt in Wallung bringt. Gerade jetzt ist Gelassenheit gefragt. Ruhiges Ein- und Ausatmen hilft bei akuter Aufregung. Macht es euch zur obersten Priorität, dass niemand verletzt wird – weder ihr, euer Hund noch ein anderer Beteiligter. Wenn das bedeutet, die Situation aufzulösen, dann tut dies.

Und danach – nehmt euch genug Zeit, die Ereignisse zu reflektieren. Kommt zur Ruhe und entspannt euch. Überstürzt keinen Wiederholungsversuch. Wenn sich die emotionalen Wogen geglättet haben, ist die Zeit reif, zurück in die Situation zu gehen.

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