Die Hundeversteher

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Happy Birthday, Diego – Danke für die schöne Zeit

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Letzten Sonntag wurde unser Diego zehn Jahre alt. Wir waren selbst ein bisschen überrascht, wie schnell die Zeit vergangen ist. Wir blicken zurück auf eine spannende, lehrreiche und schöne Zeit.

Diego begleitet die Hundeversther seit neun Jahren

Diego, unser Hund und Lehrer in Sachen Hundeverstehen.

Start mit einigen Hindernissen

Machen wir uns nichts vor: Leicht war es am Anfang nicht. Als Diego mit acht Monaten bei uns einzog, konnten wir ihn nicht allein zu Hause lassen, denn er hatte ziemlich heftige Verlustängste. Draußen wurde es nicht viel besser: Diego ist ursprünglich ein echtes Landei und eine sensible Natur – die vielen Geräusche in der Stadt machten ihn unruhig.

Unser Verhalten verbesserte die Situation zu Anfang nicht: Wir verstärkten ihn in seinen angstgesteuerten Verhaltensmustern und von zielgerichteter, bewusster Kommunikation konnte damals noch nicht die Rede sein. Alles in allem waren wir von einer entspannten Hund-Mensch-Beziehung meilenweit entfernt.

Diego macht uns zu Hundeverstehern

Doch genau das war unser Ziel: Wir wollten entspannt und glücklich mit unserem Hund zusammenleben. Dass wir auf dem Wege dahin zu Hundetrainern werden würden, ahnte damals noch keiner von uns. Wir wälzten Fachliteratur, gingen zu Vorträgen und arbeiteten intensiv an der Beziehung zu unserem Hund.

Denn eines lernten wir schnell: Es nützt das beste Buch nichts, wenn man die Inhalte nicht mit Leben füllt. Was wir noch lernten war Geduld. Der Fortschritt, den wir mit Diego machten, ging langsam von statten. Wenn wir beispielsweise am Alleinlassen arbeiteten, ließen wir ihn anfangs nur für ein paar Minuten im Nebenzimmer zurück – heute kann er auch gerne mal einige Stunden allein sein.

Der Erfolg unserer beharrlichen Arbeit blieb unseren Freunden nicht verborgen: Sie beauftragten uns mit den ersten kleinen Hundetrainer-Jobs. Mit Diegos Hilfe hatten wir gelernt, das Wesen Hund zu verstehen. Dass Diegos Gesicht unser Unternehmenslogo ziert, kommt daher nicht von ungefähr.

Unser Leben mit Mr. Pinzette

Unser Verständnis für Hunde im Allgemeinen und Diego im Speziellen wuchs über die Jahre. Inzwischen haben wir die Beziehung, die wir uns immer gewünscht haben. Diego kommt gerne mit zum Sport – am liebsten draußen durch die Natur aber inzwischen auch mutiger durch die laute Innenstadt. Er begleitet uns in Bars und Cafes, geht souverän mit anderen Hunden um und bleibt ohne Angst allein zu Hause.

Er bringt uns zum Lachen, wenn er – Mr. Pinzette – mal wieder sein sensibles Wesen aufblitzen lässt. So saß er beispielsweise bei Dreharbeiten mit dem Fernsehsender „Vox“ stocksteif auf einem Gulli-Deckel inmitten der „Toilettenwiese“ des Tierheims. Was für andere Hunde eine Einladung zum Umherschnüffeln ist, glich für ihn einer Zumutung. Kein Wunder, denn Diego weigert sich sogar seinen Trinknapf mit Artgenossen zu teilen. Und man kann es ihm ja nicht krumm nehmen: eine saubere Wiese und ein Napf mit frischem Wasser sind doch wirklich nicht zu viel verlangt.

Diego beim Spaziergang im Wald

Ein Spaziergang im Wald – findet Diego super.

Alles Liebe nachträglich zum Geburtstag, lieber Diego, bester Hund der Welt. Danke für die schöne Zeit und unsere wunderbare Geschichte – die sogar weit mehr ist, als die Hund-Mensch-Beziehung, die wir uns gewünscht hatten.

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