Die Hundeversteher

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Von Hunden mit Leinen und gelben Schleifen

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Vielleicht hat das einer von euch schon mal gesehen: Hunde, die mit einer gelben Schleife an der Leine oder am Tier selbst gekennzeichnet sind. Diese gelbe Schleife ist keine Deko, sondern soll anderen Hundehaltern etwas sagen:

“Ich brauche mehr Freiraum – bitte nimm Rücksicht auf mich.”

Im Klartext: Lass deinen Hund nicht zu nah an diesen Zeitgenossen heran. Wenn nötig, soll der eigene Hund angeleint werden. Gute Idee – diese Schleife – vorausgesetzt ihre Bedeutung ist bekannt. Doch wenn man sich an die herkömmlichen Höflichkeitsregeln unter Hundehaltern hält, braucht es die Schleife eigentlich gar nicht.

Was tun, wenn ich einem angeleinten Hund begegne?

Ganz klar: Ich rufe meinen Hund zu mir und lasse den angeleinten Hund vorbei ziehen. Solange bis sein Herrchen den Hund von der Leine lässt und mir ebenfalls das okay gibt. Wenn er das nicht tut, bleibt mein Hund bei mir - wenn es sein muss, an der Leine.

Leider ist dieses Verhalten unter Hundebesitzern längst nicht gang und gäbe. Im Gegenteil: Peter Dvorak beschreibt in einem Beitrag auf BESTEHUNDE.de, dass Hundehalter selbst auf die Bitte, ihren Hund anzuleinen, nicht eingehen. In unseren Augen weit mehr als ein kleiner Fauxpas, denn je nach Situation können Gefahren für die Tiere aus diesem Verhalten resultieren.

Ein Hund wird von seinem Besitzer an der Leine geführt

Respektiert es, wenn Halter ihre Hunde anleinen und gewährt ihnen Freiraum.

Peter Dvorak liefert in seinem Beitrag eine umfangreiche Aufzählung möglicher Ursachen, warum Hunde angeleint sein können: Der Hund könnte krank, unsicher, aggressiv, schlecht gelaunt oder verletzt sein oder aber der Hundehalter kennt ihn noch nicht lang oder führt ihn nur aus – der Möglichkeiten gibt es viele.

Eine Frage des Respekts

Unser Appell an alle Hundehalter und Hundeliebhaber lautet also: Nehmt Rücksicht aufeinander und respektiert es, wenn Menschen ihre Hunde anleinen. Und wenn ihr wirklich neugierig seid, warum euer gegenüber das tut, versucht doch mit ihm ins Gespräch zu kommen. Aus sicherer Entfernung – selbstverständlich. Vielleicht werdet ihr so manche Überraschung bei der Ursachenforschung erleben oder einfach nur – Trommelwirbel – nette Leute kennen lernen.

In diesem Sinne, viel Spaß da draußen!

Massimo

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