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Unruhiger Hund? Tipps für mehr Ruhe

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Ein entspannter Hund ist ein umgänglicher Hund. Ist er unruhig und nervös, stört das das Zusammenleben oft gehörig: Fiepen, lautes Bellen und Unruhe kratzen an den Nerven von Nachbarn, Freunden, Familie und nicht zuletzt Herrchen oder Frauchen. 

Doch Unruhe ist für Hunde Stress und somit anstrengend und auf Dauer schlecht für seine Gesundheit. Das Herz-Kreislaufsystem wird übermäßig belastet, das Immunsystem geschwächt, chronische Erkrankungen schleichen sich ein, es droht ein Besuch beim Tierarzt.

Klare Kommunikation entspannt

Unruhige, nervöse Hunde und die zugehörigen überforderten Hundehalter erleben wir immer wieder in unseren Trainings. Augenzwinkernd haben Hundehalter ihren Hunden neben Stress sogar ADHS diagnostiziert. Jetzt heißt es, nur nicht verzweifeln. Mit Geduld und Einfühlungsvermögen wird auch ein Hund welcher “hyperaktiv” ist ruhig.

Regel Nummer Eins: Herrchen und Frauchen leiten die Hunde

Vermittelt eurem Hund Stärke. Zeigt ihm, dass ihr ihn führen könnt und dass er euch vertrauen kann. Ein Hund ist beruhigt, wenn die Fronten geklärt sind. Wenn die Bezugsperson sich klar als Leittier positioniert, braucht auch ein hyperaktiver Hund das Verhältnis im kleinen Familienverbund nicht mehr in Frage stellen.

Regel Nummer Zwei: Nervendes Verhalten ignorieren und korrigieren

Als Leiter des Familienverbunds sagt ihr eurem Hund, wenn sein Verhalten unangebracht ist, oder wenn es das Zusammenleben stört. Ignoriert oder korrigiert unerwünschtes Verhalten und bleibt konsequent am Ball.

Regel Nummer Drei: Bewegung beruhigt

Ein Hund ist ruhiger, wenn er überschüssige Energie loswerden kann. Rennen an der langen Leine, ausgedehnte Spaziergänge und Hundesport haben eine ausgleichende Wirkung auf jeden Hund. Aber es stimmt: Hunde, die zu Hyperaktivität neigen brauchen tendenziell mehr Bewegung als Gemütliche. Das lässt sich auch mit der Erziehung nicht vollständig ändern.

Eine kleine Übung bei Unruhe:

Wandert der Hund voller Unruhe in der Wohnung umher, schickt ihn auf seinen Platz. Dort, in einer ruhenden Position, soll er so lange bleiben, bis er das Zeichen zum Herkommen nicht mehr erwartet. Erst jetzt hat der Hund eure Ansage akzeptiert. Die Übung erfordert Geduld: Etwa drei Trainingseinheiten sollten es am Tag sein.

Pflanzliche Hilfsmittel

Als medizinische Unterstützung haben sich pflanzliche Hilfsmittel bewährt. Johanniskraut- und Baldriantropfen eignen sich zur Beruhigung eines unruhigen Hundes. Auf Psychopharmaka solltet ihr, wenn irgendwie möglich, verzichten. So erspart Ihr euch mehr als nur einen Besuch beim Tierarzt © Die Hundeversteher

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